Chailland
ein charaktervolles Städtchen in der Mayenne
zählt heute etwa 1100
Einwohner und umfaßt ca. 3600 Hektar.
Der Ort hat den Titel „Petite Cité de Caractère en Mayenne“
und ist als Blumenort mit „2 fleur“ ausgezeichnet.
Chailland geht enorm dynamisch in die Zukunft. Alle seine
Bauern, Geschäfte und Unternehmen tragen zur Entwicklung und
Belebung der Gemeinde bei.
Sehenswert sind :
L'Eglise:
die Kirche im neugotischen Stil, erbaut 1892 –1895, mit
bunten Mosaikfenstern
Rochers de la Vierge:
die Madonna, eine 2,35 m hohe Bronzestatue auf dem Felsen
des Kalvarienberges,
La Rosaire – les Rochers – les Terasses du Presbytères
Roseraie communale, ein Lehrgarten, ein Kastanienhain, durch
den ein Weg auf den Hang über der Kirche führt
Chateaus und historische Häuser :
De la Forge, de la Fenderie, de Monthéreux, de Clivoy...
La Chapelle de la Gigoulais (von 1715 ), le petit Lavoir ...
Chailland
Der erste Bürgermeister von Chailland heißt Mr. Hubert de
Pontbriand.
Seine Geschichte :
Menschen bewohnten die Mayenne schon in der Altsteinzeit.
Das Tal der Erneé wurde seit Urzeiten besiedelt. Man brachte
bei Ausgrabungen zahlreiche vorgeschichtliche Werkzeuge zum
Vorschein, wie Steinzeitäxte oder 18 Bronzebeile nördlich
des Ortes. In „La Contrie“ in Ernée gibt es ein Galeriegrab
aus der Frühzeit.
Die erste urkundliche Erwähnung war 1075 über den Herrn
Geoffroy de Chailland, der die erst romanische Kirche
erbaute, eine Mühle und Herrenhaus besaß.
Alte Burgen und Kirchen zeugen von den Kulturen aus der
Merowingerzeit und dem Mittelalter.
Der Wald, das Eisen und der Lein:
Im Mittelalter lieferte der Forst von Mayenne das Holz, das
für Dachschindeldecken notwendig war. Vom 16. bis zum 19.
Jahrhundert wurde viel Holz und Holzkohle für die Schmiede
und Hochöfen von Chailland gebraucht. Auch die
Eisenerzbergwerke,, die Eisenerz abbauten, verlangten große
Holzmengen. Gegen 1780 bedeckte der Wald von Mayenne 3000
Hektar, für die Transporte von Holz, Eisenerz und
Schmiedeeisen wurden bis zu 400 Pferde und Maultiere
eingesetzt.
In der Siedlung de la Grand Forge bei Chailland wohnten
damals etwa 500 Arbeiter mit ihren Familien.
Der Flachsanbau und die Webereien gaben den Menschen neben
der Landwirtschaft ein eher mageres Einkommen.
Als nun Ende des 19. Jahrhundert kein Erz mehr gefunden
wurde, brachten billige Importe, begünstigt durch die
Freihandelsverträge mit England den Niedergang der frühen
Industrialisierung.
Eine interessante Homepage (in französisch) über Chailland
und Umgebung ist unter
http://memoire.rurale.free.fr
zu finden